Das Grafinger Jugendorchester e.V. praktiziert und lebt diesen musikalisch-freiheitlichen Grundsatz und ist offen für Alle, die Musik lieben und musizieren wollen.

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Montagabend, kurz vor Sieben. In der Mensa der Grundschule Grafing bringt man Stühle in U-Form und stellt Notenständer auf. Aus kleinen Taschen tauchen silberne Flöten auf, einem großen Koffer entsteigt ein mächtiger Kontrabass. Golden spiegelt sich Licht im Blech der Bläser, vom Klavier ist Jazz zu hören, fröhliches Lachen begleitet die Vorbereitungen zur Orchester-Probe.

Hedwig Gruber klopft kurz mit dem Taktstock an ihr Pult und bekommt sofort die konzentrierte Aufmerksamkeit ihrer Musiker. Ruhe kehrt ein im Saal und dennoch ist vibrierend konzentrierte Aufmerksamkeit als leise Spannung im Raum zu spüren, die sich im Stimmen der Streicher verstärkt.

Erste Probe für den größten Auftritt des Jahres. Das Orchester will sein Bestes geben zur großen Sommerkonzert-Reihe, die von 20.6. – 24. 6. im Alten Speicher in Ebersberg stattfinden wird. Der Kartenvorverkauf läuft über den Internet Ticketshop.

Musik ist grenzenlos, Musik verbindet; Generationen, unterschiedlichste Bildungsschichten, Bevölkerungsgruppen. Das alles findet sich in der Philosophie des Grafinger Jugendorchesters e.V. wieder und wird dort gelebt.

Das Grafinger Jugendorchester versteht sich als erweitertes Sinfonieorchester. Es ist eine kulturelle Bildungs-Initiative, die die Mitwirkung in einem großen sinfonischen Ensemble bietet, und zwar für Schüler aller beliebigen Bildungsinstitutionen des Landkreises und ebenso für Erwachsene, die an der Mitwirkung im Orchesterverband Interesse haben. Als besondere Merkmale des Orchesterprofils werden zum einen – alle denkbaren Instrumente integriert, unabhängig davon, ob sie im strengen Sinne Teil eines Sinfonieorchesters sind, zum anderen werden auch nach Möglichkeit unterschiedliche Spielniveaus auf dem jeweiligen Instrument berücksichtigt und durch das Entwickeln maßgeschneiderter Arrangements für den Einzelnen angemessen fordernde und fördernde Stimmen geschaffen.

Das Grafinger Jugendorchester ist ein generationen-, schul-, qualifikations-und genreübergreifendes Projekt. Es hat zum Ziel, über alle sozialen Schranken hinweg eine verbindende Klammer zu schaffen. Das bedeutet, unterschiedlichste Altersstrukturen, soziale Schichten, Bildungsniveaus und Lebenszusammenhänge ebenso wie verschiedenste instrumentenspezifische Qualifikationen in einem einzigen Ensemble zu vereinen. Damit wird jedem einzelnen, ungeachtet der Person, das Erlebnis ermöglicht, Teil eines großen Klangkörpers zu sein und als solcher öffentliche Wahrnehmung und Wertschätzung zu erfahren.

Um auch in kleinerem Rahmen und auf bestimmte Events bzw. Genres zugeschnitten Auftritte zu ermöglichen, hat das Orchester Untergruppierungen entwickelt wie die Drumline, Band & more oder die Bleechmusi. Momentan besteht das Orchester aus Grundschülern, Gymnasiasten, Realschülern, Berufsschülern, Lehrlingen, Studenten, berufstätigen Erwachsenen bzw. Eltern und Rentnern.

In jährlichen bühnen-, licht- und tontechnisch ausgestatteten Konzertevents mit durchschnittlich 1300 Besuchern stellt sich das Unternehmen „Grafinger Jugendorchester e.V.“ mit bis zu 200 Mitwirkenden der Öffentlichkeit.

Die Finanzierung der Projekte erfolgt über öffentliche Förderung, Sponsoren und Spenden, Konzerteinnahmen und Verkaufsaktionen der Orchesterfamilie. Die Orchestermitgliedschaft ist kostenlos. Eigenleistungen und tatkräftige Hilfe der Musiker und ihres Umfeldes stellen die komplette Infrastruktur. Eine entgeltfreie Mitwirkung jeweils geeigneter professioneller Künstler und Musiker ist im Sinne einer weitgehenden Öffnung und Vernetzung sehr erfreulich und angestrebt und konnte in vergangenen Projekten immer wieder realisiert werden.

Das Grafinger Jugendorchester e.V. ist seit Sommer 2014 ein eigenständiger, gemeinnütziger eingetragener Verein.

Wer mitmachen möchte beim Grafinger Jugendorchester – bitte melden bei:

Hedwig Gruber, Orchesterleitung, Tel: 08092-32129, email: hedi@jugendorchestergrafing.de

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Ein Beitrag von Susann Niedermaier